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Kredit ist nicht gleich Kredit

Der Kauf einer Immobilie wird in den meisten Fällen finanziert. Das bedeutet, zum Eigenkapital kommt ein Fremdkapitalanteil in unterschiedlicher Höhe hinzu. Ein hoher Eigenkapitalanteil ist in diesem Zusammenhang mit zwei Vorteilen verbunden. Zum einen ist es leichter, bei der Bank oder Baufinanzierern einen Kredit zu erhalten. Zum anderen können Tilgungsdauer und Ratendauer um einiges günstiger für den Immobilienkäufer gestaltet werden.

Es gibt mehrere Finanzierungsmöglichkeiten für den Kauf einer Immobilie, aus denen bedarfsgerecht ausgewählt werden kann.

Nicht nur für den Hausbau, sondern auch für den Hauskauf eignet sich die Baufinanzierung, die in der Regel als klassisches Annuitätendarlehen konzipiert ist. Annuität (von lateinisch "annus" = Jahr) bedeutet, dass eine Jahresrate auf die einzelnen Monate verteilt wird. Die Annuität besteht aus der Tilgung und den Zinsen für den Kredit,, wobei der Tilgungsanteil an der Annuität mit den Jahren immer höher wird.

Der Bausparvertrag ist ebenfalls ein Klassiker bezüglich des Kaufs einer Immobilie. Durch die Arbeitnehmersparzulage ist die staatliche Förderung ideal. Die Planungssicherheit rund um den Immobilienkauf wird durch den Bausparvertrag erfreulich verbessert. Zudem hat über die VL (vermögenswirksamen Leistungen) sogar der Arbeitgeber seinen Beitrag zum Immobilienkauf geleistet.

Auch die Riesterrente ist eine Möglichkeit, den Kauf einer Immobilie mitzufinanzieren. Hierbei handelt es sich um einen Vertrag, indem - ähnlich dem Bausparen - regelmäßig eine bestimmte Summe angespart wird. Wie die Riesterrente dann eingesetzt wird, kann der Immobilienkäufer wählen: Entweder finanziert er damit von Anfang seine Immobilie mit oder er nutzt die Zulagen der Riesterrente, damit er sein laufendes Immobiliendarlehen tilgen kann.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet ebenfalls beliebte Darlehen an. Die KfW-Förderung punktet in diesem Zusammenhang besonders durch günstige Konditionen, die genutzt werden können, wenn die jeweiligen Voraussetzungen für die Inanspruchnahme des Darlehens erfüllt werden. Sowohl die Zinsen, die günstig gestaltet sind, als auch der tilgungsfreien Anfang machten die KfW-Förderung besonders attraktiv. Informationen zu den aktuellen Fördermöglichkeiten gibt es auf der Website der KfW.

Das Wichtigste rund um die Finanzierung im kompakten Überblick

Das Grundsätzliche bei der Finanzierung, das es zu beachten gilt, ist das Risiko für den Immobilienkäufer. Er sollte die Rückzahlungsmodalitäten so auswählen, dass sie individuell optimal sind. Was das bedeutet, ist natürlich individuell.

Zunächst ist die Ratenhöhe wichtig. Sie stellt für den Immobilienverkäufer die monatliche Zahlungsverpflichtung dar. Wie oben bereits erwähnt, sollte die Rate so konzipiert sein, dass sie dem Kreditnehmer noch einen gewissen Raum für nötige, aber nicht planbare Anschaffungen lässt und auch Spielraum für Freizeit und Erholung integriert. Die Finanzierungslösung soll dem Kreditnehmer das gute Gefühl schenken, mit der gewählten Rate eine bequeme Rückzahlung durchführen zu können.

Die Kreditlaufzeit ist mit der Ratenhöhe untrennbar verbunden. Je niedriger die Raten, desto längerfristiger ist die Rückzahlungsdauer konzipiert und natürlich auch umgekehrt. Die jeweiligen Kreditlaufzeiten haben ihre Vor- und Nachteile, aus denen jeder das für ihn Passende auswählen kann und auch sollte.

Eine kurze Laufzeit des Kredits ist für den Kreditnehmer mit entsprechend höheren Raten verbunden, die zuverlässig aufzubringen sind. Die finanzielle Belastung ist vergleichsweise hoch. Dafür ist die Kreditdauer um einiges überschaubarer. Dieses Modell eignet sich für alle, die problemlos einen höheren Betrag monatlich für ihre Rückzahlung aufwenden können. Manchmal ist dieses Modell aber auch die einzige Möglichkeit, den Kauf einer Immobilie zu finanzieren. Wenn der Darlehensnehmer schon etwas älter ist, bestehen die Banken auf einer kurzen Laufzeit, um sich die Rückzahlung zu sichern.

Eine längere Laufzeit ist für den Kreditnehmer in aller Regel mit etwas mehr Komfort verbunden. Die Raten sind um einiges niedriger. Die Belastung ist dadurch nicht nur materiell, sondern nicht selten auch psychologisch komfortabler. Allerdings sind die Zinsen bei diesen Laufzeiten auch etwas höher. Dass die Rückzahlung einige Jahre länger sein kann, wird oft nicht als störend empfunden, da man sich an die Rückzahlungen auch gewöhnt. Zudem ist diesen Modell oft die einzige Möglichkeit, mit der der Traum einer eigenen Immobilie verwirklicht werden kann.

Sondertilgungen

Sondertilgungen können in die Baufinanzierung ebenfalls integriert werden. Feste Sondertilgungen wirken sich positiv auf Laufzeit und Ratenhöhe aus. Allerdings sind sie eine zusätzliche Belastung, die Planungssicherheit erfordert. Freiwillige Tilgungen sind ebenfalls oft möglich. Allerdings sind sie oft mit einer Gebühr verbunden, die für eine vorzeitige Darlehensrückzahlung vorgesehen sein kann. Sie bieten jedoch den Vorteil, dass vorzeitige Rückzahlungen wirklich bedarfsgerecht vorgenommen werden können, also dann, wenn sie auch bequem zu leisten sind.

Tilgungsanteil berücksichtigen

In Bezug auf die Tilgung gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder eine Finanzierung mit hohem oder niedrigen anfänglichen Tilgungsanteil. Beim hohen Tilgungsanteil zahlt der Kreditnehmer von Anfang an einen hohen Beitrag für die Rückzahlung seiner Kreditsumme. Das Risiko für die Zukunft ist dadurch deutlich geringer. Beim niedrigen Tilgungsanteil werden zu Beginn vor allem Zinsen an den Kreditgeber bezahlt. Der Tilgungsanteil wird erst in der Zukunft höher - und mit ihm dann auch das Risiko.

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